Gestalten Sie Ihre digitale Zukunft mit „Digital Jetzt“

Das Förderprogramm „Digital Jetzt“ für KMU im Überblick

Investieren Sie jetzt in digitale Technologien! Nutzen Sie die Förderung von bis zu 50.000 €. Mit dem neuen Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Branchenunabhängig! Finanzielle Zuschüsse für sofortige Investitionen im Bereich der Digitalisierung!

WER WIRD GEFÖRDERT?

Mittelständische Unternehmen

  • aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe)
  • mit 3 bis 499 Beschäftigten,

die entsprechende Digitalisierungsvorhaben planen, zum Beispiel Investitionen in Soft-/Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung.

WIE WIRD GEFÖRDERT?

Die Förderung wird in Form eines Zuschusses gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Auszahlung dieses Zuschusses erfolgt nach erfolgreicher Umsetzung. Die Maßnahmen

  • müssen innerhalb von 12 Monaten umgesetzt werden und
  • Anträge können bis einschließlich 2023 gestellt werden.

WAS SIND DIE VORAUSSETZUNGEN?

Unternehmen müssen durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Gefördert werden Investitionen in digitale Technologien und damit verbundene Prozesse und Änderungen im Unternehmen. Diese Investitionen müssen vom Antragsteller konkret benannt werden. Hierunter fallen vor allem Hard- und Software, welche die interne und externe Vernetzung der Unternehmen fördern, unter anderem unter folgenden Aspekten: Cloud-Anwendungen, höhere IT-Sicherheit und Datenschutz, Portallösungen, Datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz (KI), Big Data oder Sensorik.

Außerdem:

  • Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, in der die Investition erfolgt.
  • Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Nach der Bewilligung muss es in der Regel innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden.
  • Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen können.

WIE HOCH IST DIE FÖRDERUNG?

Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen. Ab dem 01.07.2021 verringert sich die Quote um 10%.

  • Bis 50 Beschäftigte: 50%
  • Bis 250 Beschäftigte: 45%
  • Bis 499 Beschäftigte: 40%

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Förderquote erhöht werden.

 

Zahlen und Fakten zu „Digital Jetzt" (Quelle: Recherche BMWi)

60

Prozent der KMU
messen Digitaltechnologien mittelgroße bis sehr große Bedeutung bei
17

Tausend EURO investieren KMU
im Durchschnitt pro Jahr in die Digitalisierung
34

Prozent der KMU
haben keine Digitalkompetenz
52

Prozent der mittelständischen Unternehmen
sind nur „durchschnittlich" digitalisiert

xdot geht Digitalisierungsvorhaben mit Ihnen gemeinsam an!

Wichtige Fragen und Antworten rund um die Förderung mit „Digital Jetzt“

Welche Unterlagen werden für den Antrag benötigt?

Für die Antragstellung wird empfohlen, folgende Informationen und Unterlagen bereit zu halten:

  • Daten zum Unternehmen (u.a. Kontaktdaten, Zahl der Mitarbeitenden, Besitz- und Beteiligungsverhältnisse)
  • Informationen zu bisherigen beziehungsweise weiteren beantragten Förderungen (u. a. ggfs. bereits bewilligte und / oder weiterhin beantragte De-minimis-Beihilfen)
  • Informationen zum geplanten Investitionsvorhaben (siehe „Wie ist der Digitalisierungsplan zu erstellen?“)
  • Informationen zu den geplanten Investitionen (Angebot(e) externer Anbieter / Dienstleister u.a. Name des externen Anbieters, Bezeichnung der Investitionsgegenstände / -leistungen, Höhe der Ausgaben)
  • Informationen zum Eigenanteil des Antragstellenden (ggfs. Nutzung von Kredit- und Beteiligungsprogrammen)
Wie ist der Digitalisierungsplan zu erstellen?

Die erforderlichen Angaben zum Digitalisierungsplan (= umfassende Beschreibung des Investitionsvorhabens) werden direkt im Online-Antragstool eingetragen.

Das Antragstool führt die Antragstellenden sicher durch die aufeinander aufbauenden Themenblöcke. Angaben werden größtenteils über spezifische Auswahlmöglichkeiten und Skalen zum Ankreuzen erfasst.

In Freitextfeldern formuliert werden müssen lediglich:

  • die Beschreibung der geplanten Investitionen
  • die Darstellung der voraussichtlichen Wirkungen der Investitionen auf die Unternehmensentwicklung.
Hierbei wird der Antragsstellende durch spezifische Leitfragen unterstützt.

Der Digitalisierungsplan beschreibt möglichst genau das beantragte Investitionsvorhaben und besteht aus folgenden drei Teilen:

    Ausgangssituation: Darstellung des aktuellen Standes der Digitalisierung im Unternehmen (bzw. in den für die Investitionen relevanten Unternehmensbereichen) anhand einer Selbsteinschätzung

    Investitionsvorhaben: Darstellung des geplanten Investitionsvorhabens, der Ziele und der konkreten Verbesserungen für das Unternehmen (z.B. in Bezug auf Geschäftsmodell bzw. Geschäftsfelder, Unternehmensprozesse, IT-Sicherheit; Digitalisierungskompetenzen der Mitarbeitenden)

    Nachhaltige Wirkung der Investition: Darstellung der voraussichtlich zu erwartenden Effekte der Investitionen auf die weitere Entwicklung des Unternehmens
Grundlage für eine positive Förderentscheidung ist die schlüssige Gesamtdarstellung des geplanten Investitionsvorhabens.
Was sind die Anforderungen an die einzureichenden Angebote?

Die geplanten Ausgaben für zuwendungsfähige Investitionen sind auf Basis von schriftlichen Nachweisen (Angebote, Kostenvoranschläge, Kostenermittlungen) zu belegen.

Bis zu einem Auftragswert von maximal 5.000 Euro ist die Ermittlung der voraussichtlichen Ausgaben über eine eigene, formlose Preisrecherche möglich. Die Ergebnisse sind über einen Auszug bspw. einer Internetseite und die Bezeichnung der Quelle zu dokumentieren und im Antragsformular hochzuladen. Bei Auftragswerten über 5.000 Euro sind Angebote mit dem Antrag vorzulegen, aus denen der Preis pro Investitionsgegenstand eindeutig hervorgeht.

Die Aufträge sind nur an externe, fachkundige und leistungsfähige Anbieter nach wettbewerblichen Gesichtspunkten und zu wirtschaftlichen Bedingungen zu vergeben. Es ist nicht notwendig, Vergleichsangebote einzureichen. In Ihren Unterlagen sind diese jedoch aufzubewahren.

Es wird empfohlen, die einzureichenden Nachweise / Angebote von dem jeweiligen externen Anbieter so aufbereiten zu lassen, dass lediglich zuwendungsfähige Ausgaben berücksichtigt sind (siehe u.a. auch „Sind Lizenzgebühren für Software sowie Leasingraten für Hardware förderfähig?“).

Die notwendigen Nachweise / Angebote sind ausschließlich über das Online-Antragstool (durch Hochladen) dem Antrag beizufügen.
Sind Lizenzgebühren für Software sowie Leasingraten für Hardware förderfähig?

Für die Dauer der Vorhabenlaufzeit können auch

  • Ausgaben für Hardware, die über Mietkauf oder Leasing finanziert werden;
  • sowie Ausgaben für Lizenzen und Systemservice-Gebühren für Software
gefördert werden. Die Ausgaben sind im Angebot des IT-Dienstleisters auf die geplante Laufzeit aufzuschlüsseln. Standardhardware und -software können nicht gefördert werden, weitere Informationen dazu finden Sie unter „Was sind Standardhardware bzw. -software?“.
Wie oft darf ich einen Antrag bei "Digital Jetzt" stellen?

Eine erneute Antragstellung ist erst nach Beendigung des laufenden Projektes einschließlich der abschließenden Prüfung des Verwendungsnachweises möglich. Die Prüfung des Verwendungsnachweises ist abgeschlossen, wenn die Prüfmitteilung an Sie versendet wurde.

Mehrere parallel laufende Anträge sind nicht möglich.
Wer zählt als Mitarbeiter?

In die Mitarbeiterzahl gehen ein:

  • Lohn- und Gehaltsempfänger
  • für das Unternehmen tätige Personen, die in einem Unterordnungsverhältnis zu diesem stehen und nach nationalem Recht Arbeitnehmern gleichgestellt sind sowie
  • Arbeitnehmerinnen in Mutterschutz sowie
  • mitarbeitende Eigentümer und Teilhaber.
Mitarbeitende umfassen Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte, Saisonpersonal sowie Mini-Jobber (geringfügig Beschäftigte). Die Mitarbeiterzahl ist auf Basis von Vollzeitäquivalenten (VZÄ) zu berechnen.

Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen, die einen Lehr- beziehungsweise Berufsausbildungsvertrag haben, sind wie Praktikanten in der Mitarbeiterzahl nicht berücksichtigt. Die Dauer der Elternzeit wird nicht mitgerechnet.
Wie berechne ich die Anzahl der Mitarbeiter in meinem Unternehmen?

Einen Antrag können rechtlich selbstständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks sowie der freien Berufe („eigenständige Unternehmen“) stellen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung zwischen 3 und 499 Mitarbeitende beschäftigen.

Es ist bei der Berechnung die Anzahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) als Hilfsgröße anzugeben. Dies beruht auf einer Vollzeitstelle, für die eine festgelegte Stundenzahl pro Woche definiert ist. Je nach Tarifvertrag können dies bspw. 40 oder 35 Stunden sein.

Neben den Daten des eigenen Unternehmens sind auch Daten von ggfs. „verbundenen Unternehmen“ (vollständig) und in diesem Fall auch „Partnerunternehmen“ (entsprechend der Beteiligung) einzurechnen. Ein Unternehmen gilt als ein mit anderen Unternehmen verbundenes Unternehmen, wenn es Anteile von ab 50 Prozent an einem anderen Unternehmen hält oder andere Unternehmen einen Anteil von ab 50 Prozent an dem antragstellenden Unternehmen halten.

Das Unternehmen hat bezogen auf ein anderes Unternehmen die mittel- oder unmittelbare Kontrolle der Mehrheit des Kapitals oder der Stimmrechte oder es übt einen beherrschenden Einfluss aus, oder es gehört einer Unternehmensgruppe an.

Es erstellt einen konsolidierenden Abschluss zusammen mit einem anderen Unternehmen. (Artikel 3 des Anhangs I der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014). Das Ergebnis muss unter dem angegebenen Schwellenwert für Mitarbeitende liegen.
Welche Investitionen werden gefördert?

Das Programm enthält zwei Fördermodule.

Fördermodul 1: „Investition in digitale Technologien“
Dieses Modul unterstützt Investitionen in Soft- und Hardware, insbesondere für die interne und externe Vernetzung des Unternehmens.

Gefördert werden Investitionen in digitale Technologien und damit verbundene Prozesse und Änderungen im Unternehmen. Diese Investitionen müssen vom Antragsteller konkret benannt werden. Hierzu gehören insbesondere Hard- und Software, welche die interne und externe Vernetzung der Unternehmen fördern, zum Beispiel unter folgenden Aspekten: Datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz (KI), Cloud-Anwendungen, Big Data, Sensorik, 3D-Druck sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.

Fördermodul 2: „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“
Dieses Modul unterstützt Unternehmen dabei, Beschäftigte im Umgang mit digitalen Technologien weiterzubilden.

Gefördert werden Investitionen, die die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens verbessern – insbesondere bei der Erarbeitung und Umsetzung einer digitalen Strategie im Unternehmen sowie bei IT-Sicherheit und Datenschutz, aber auch ganz grundsätzlich zu digitalem Arbeiten und den nötigen Basiskompetenzen. Das Qualitätsniveau der Weiterbildungsanbieter muss durch eine Zertifizierung nach ISO 9001 oder eine Akkreditierung nach AZAV belegt sein. Wichtig: Unternehmen können in einem oder in beiden Modulen eine Förderung beantragen.
Wie wird gefördertß
Die Förderung wird als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Unternehmen haben maximal 12 Monate Zeit, ihr gefördertes Digitalisierungsprojekt umzusetzen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach erfolgreicher Verwendungsnachweisprüfung.
Welche Investitionen sind nicht förderungsfähig?

  • Standardhardware bzw. –software, die nicht direkt im Bezug zum Digitalisierungsvorhaben oder den Förderzielen stehen
  • Ersatz- oder Routine-Investitionen, z.B. zusätzliche Computer für eine wachsende Mitarbei-terzahl oder Updates von Software ohne grundlegende neue Funktionen
  • Erstmalige Grundausstattung mit Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Zusatzausgaben wie z.B. Personal-, Verwaltungs- und Reiseausgaben des antragstellenden Unternehmens
  • Leistungen von Unternehmen, die mit dem antragstellenden Unternehmen verbunden sind – z.B. in einem Konzern der als Tochterunternehmen
  • Einsatz von eigenen Entwicklungskapazitäten für Innovationen des antragstellenden Unternehmens
  • Beratungsleistungen, insbesondere zur Erstellung des Digitalisierungsplans

  • Weitere Informationen zu Standardhardware bzw. –software finden Sie unter „Was sind Standardhardware bzw. –software?“

    Beratungsleistungen zur Umsetzung der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen können über das Förderprogramm „go-digital“ gefördert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter „Wie ist das Verhältnis zum Förderprogramm „go-digital“?
Wie ist das Verhältnis zum Förderprogramm "go-digital"?

Die beiden Förderprogramme bauen aufeinander auf, d.h. ein Unternehmen kann über „go-digital“ eine geförderte Beratung erhalten und die anschließend geplante Investition im Bereich der Hard- und Software sowie der Qualifizierung der Mitarbeitenden kann über „Digital Jetzt“ bezuschusst werden. Die Implementierung der Soft- und Hardware kann über „Digital jetzt“ gefördert werden, soweit sie nicht bereits Gegenstand der Förderung über das Programm „go-digital“ ist.

Die Bewilligung der Anträge bei „Digital Jetzt“ und „go-digital“ richtet sich nach den in den jeweiligen Förderrichtlinien beschriebenen Voraussetzungen und Bedingungen.

Nutzen Sie jetzt die Förderung „Digital Jetzt“ für Ihr Projekt!

xdot begleitet Sie partnerschaftlich in Ihre digitale Zukunft!

„Das neue Programm ist ein wichtiger Bestandteil der Mittelstandsstrategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Der Mittelstand muss seine Zukunfts- und Innovationsfähigkeit erhalten – dazu gehört ganz entscheidend auch die Digitalisierung. Sie betrifft Unternehmen in allen Größen und quer durch sämtliche Branchen. Ziel ist, mittelständische Unternehmen in allen Phasen ihres Digitalisierungs- und Innovationsprozesses passgenau zu unterstützen.“

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie